Ernsthaft betriebene Rettungshundearbeit ist unumstritten einer der wichtigsten Gebrauchshundesportarten.
Auch hier differenziert man drei Sparten, A - Nasenarbeit, B - Gehorsam und C - Gewandtheit wobei es fünf verschiedene, sich die Nasenarbeit unterscheidende, Variationen gibt.

Die Sparten B und C hingegen sind bei allen Variationen ähnlich, enthalten Elemente wie Fußlaufen, Begehen von unangenehmem Material, Ablegen unter Ablenkung und das Überqueren von Hindernissen und unterscheiden sich nur in, auf die Nasenarbeit abgestimmte, speziellen Zusatzübungen.

Die Sparte A lässt sich in Fährte-, Fläche-, Trümmer-, Lawine- und Wasserrettungshundearbeit unterscheiden.

 

Grundprinzipien des Lernens:

Rettungshundearbeit setzt ein gewisses Maß an Mindestanforderungen an den Hund. Hierzu gehören Selbstvertrauen, Vertrauen zum Hundeführer, ein stabiles Nervenkleid, Unbefangenheit der Umwelt gegenüber, Gehorsam und Führigkeit sowie ein ausgeprägter Spieltrieb.

Letzter angesprochener Trieb wird, wie bei der Schutzhundearbeit, schon im Welpenalter gefördert und geformt. Weiters muss man sich im Hinterkopf behalten, dass die Motivation für einen Hund es nie ist, eine vermisste Person zu finden, sondern es seine Motivation ist, etwas dafür zu bekommen, diese Person zu finden. Je stärker der Wille des Hundes ist dieses Motivationsobjekt zu bekommen, desto mehr Mühe wird er sich geben, die vermisste Person zu finden.
Anfänglich wird dem Hund, gleich der Sportschutzhundeausbildung, vertrauen zu einer Person(Helfer) beigebracht. Diese Person beginnt ein Beutespiel mit dem Hund, anfänglich eine Jutewurst, dann ein Jutekissen. Durch intensives Training fördert man so den Beutetrieb des Hundes und verbindet diesen mit dem Jutekissen. Er weiß nun, dass der Helfer (später vermisste Person) dieses Kissen hat und er es nur von ihm bekommen kann.

Diese Übungen bilden die Grundlage der Rettungshundearbeit und unterscheiden sich nicht von der Aufbauarbeit eines Sportschutzhundes.

Weiters ist anzumerken, dass 30 bis 40% der erfolgreich geführten Rettungshunde dual - also im Sportschutz sowie im Rettungshundebereich - ausgebildet werden, da sich beide Arbeiten gut verbinden lassen und sich die hohe Triebarbeit im Sportschutz positiv auf das Suchverhalten im Rettungshundebereich auswirkt.


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